Die Gelbe Tonne - Mülltrennung, aber richtig!

„Wohin mit meinem Verpackungsmüll?“, „Gehört Plastik generell in die Gelbe Tonne?“, „Muss da ein Grüner Punkt drauf sein?“ und „Was kostet eigentlich die Gelbe Tonne?“ Antworten auf diese und weitere Fragen zu den Themen Verpackungsabfälle, Gelbe Tonne sowie Abfallvermeidung finden Sie hier.

Getrennte Sammlung von Leichtverpackungen in der Gelben Tonne

Mit dem Jahreswechsel 2020/21 wurde im Kreis Rendsburg-Eckernförde die Gelbe Tonne eingeführt. Neben dem Sammelsystem hat auch das Abfuhrunternehmen gewechselt. Seit dem 01. Januar 2021 hat die Firma PreZero, im Auftrag der Dualen Systeme, das Einsammeln der Leichtverpackungsabfälle im Kreis übernommen (https://prezero.com/).

Bei der Gelben Tonne handelt es sich um ein eigenständiges, privatwirtschaftliches Rücknahmesystem, welches im Auftrag der Dualen Systeme die bundesweite Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen für Industrie und Handel organisiert. Ziel ist es, die im Verpackungsgesetz vorgeschriebenen Recyclingquoten zu erreichen. Für die Erfüllung dieser Quoten sind die Dualen Systeme auch auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Rendsburg-Eckernförde angewiesen. Denn erst die korrekte Abfalltrennung zu Hause macht hohe Verwertungsquoten möglich, da das Sammel- und Sortierverhalten der Bürgerinnen und Bürger für ein erfolgreiches Recycling ausschlaggebend ist.

Weitere Infos zum richtigen Sortieren sowie unsere aktuelle Sortieranleitung sind hier zu finden.

Die wichtigsten Fragen zur Gelben Tonne

In die Gelbe Tonne gehört grundsätzlich alles, was vorher einmal eine Verpackung aus Metall, Verbund- oder Kunststoffen war. Die einzige Ausnahme bilden reine Papier- oder Kartonageverpackungen! Für die Sammlung und Verwertung Ihrer Verpackungen aller Art haben Sie bereits beim Kauf der verpackten Waren bezahlt. Die Kennzeichnung mit dem Grünen Punkt spielt dabei keine Rolle. Auch Verpackungen ohne Grünen Punkt dürfen also in die Gelbe Tonne. Verpackungen aus Pappe oder Papier werden separat in der Blauen Tonne gesammelt, Verpackungen aus Glas gehören, farblich sortiert, in die Glascontainer.

Nur Verpackungen, die getrennt gesammelt werden, bleiben dem Materialkreislauf erhalten und können einem hochwertigen Recycling zugeführt werden. Alles was im Restmüll landet, wird verbrannt und ist somit für eine stoffliche Verwertung verloren. Deshalb ist das Recycling von Wertstoffen eine wichtige Aufgabe für die Gesellschaft, denn es gilt, die bisherige einmalige Nutzung von Ressourcen durch Kreislaufwirtschaft zu ersetzen.

In die Gelbe Tonne gehört nicht automatisch alles, was aus Plastik ist. Hier liegt der kleine, aber feine Unterschied tatsächlich in der Funktion. In das Gefäß mit dem gelben Deckel kommt nur rein, wo vorher mal was drin war: also ausschließlich Verpackungen. Andere Gegenstände aus Plastik gehören, je nach Art und Größe, entweder in die Restmülltonne, zum Recyclinghof oder zum Sperrmüll.

Die neue Gelbe Tonne ersetzt den Gelben Sack und dient folglich ausschließlich der Aufnahme von Verpackungen. Es gelten exakt dieselben Regeln zu Befüllung, wie für den Gelben Sack. Wertstoffe, die keine Verpackungen sind, auch materialgleiche, dürfen nicht in die Tonne gegeben werden und müssen weiterhin, je nach Größe, entweder über die Restmülltonne oder als Sperrmüll entsorgt werden. Falsch befüllte Gelbe Tonnen werden nicht geleert und müssen nachsortiert werden. Im schlechtesten Fall müsste eine kostenpflichtige Abfuhr des Inhalts als Restmüll durch die AWR erfolgen.

Für die richtige Sammlung von Verpackungsmaterialien in der Gelben Tonne ist es wichtig, dass alle Verpackungen restentleert und zumindest löffelrein sind. Ein Auswaschen ist nicht nötig. Um die verschiedenen Materialien für ein anschließendes Recycling optimal vorzubereiten, ist es wichtig, die unterschiedlichen Wertstoffe zu trennen, wie beispielsweise Alu (Deckel) und Plastik (Becher) bei einem Joghurtbecher. Um das Volumen der Tonne bestmöglich auszunutzen, geben Sie Ihre sperrigen Verpackungsabfälle zusammengedrückt und ohne extra Müllbeutel in die Tonne. Weitere Informationen sowie Tipps & Tricks zur richtigen Entsorgung von Verpackungsabfällen finden Sie unter www.muelltrennung-wirkt.de.

Bei der Gelben Tonne handelt es sich um ein Rücknahmesystem für Verkaufsverpackungen. Dieses privatwirtschaftliche System, welches parallel zur kommunalen Abfallentsorgung, sprich, hier im Kreis, der AWR, arbeitet, finanziert sich aus Geldern, die Sie als Verbraucher bereits beim Kauf Ihrer verpackten Waren bezahlen. Das bedeutet, die Gelbe Tonne ist für Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Sie wird durch die Dualen Systeme getragen, die Lizenzentgelte von den Verpackungsherstellern und dem Handel erhalten.

Entgelte, die Sie als Kunde*in an die AWR entrichten, beinhalten also ausschließlich Kosten für die Biotonne, die Papiertonne sowie die Restmülltonne. Die Leerung der Gelben Tonne und die Verwertung der darin gesammelten Verpackungen ist also auch finanziell ein komplett eigenständiges System, welches sich selbständig trägt und nicht entgeltfinanziert ist.

Es gibt Verpackungen, die sich einer Volumenreduktion hartnäckig widersetzen. Styropor zum Beispiel. Man kann es zerbrechen und zerbröseln; damit ändert man die Form aber kaum das Volumen. Derart sperrige Verpackungsmaterialien können dann schon mal das Fassungsvermögen der Tonne sprengen. Hier hilft das Verpackungsgesetz weiter: Gemäß diesem muss der Handel seine Verpackungen zurücknehmen. Am besten lassen Sie Ihre sperrigen Verpackungen also beim nächsten Einkauf direkt im Laden. 

Auf den AWR-Recyclinghöfen steht eine begrenzte Anzahl an Containern für Verpackungsmaterialien für die Bürgerinnen und Bürger bereit, die auf dem eigenen Grundstück nachweislich keine Tonne stellen können, noch keine Gelbe Tonne erhalten haben und bei denen eine Nachbarschaftslösung nicht realisierbar ist.

Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Gelbe Tonne ist ist die Firma PreZero:
Kostenlose Hotline 0800 886 66 66 oder per E-Mail an Service.Nord@prezero.com

Abfallvermeidung

Abfälle richtig zu trennen ist der erste richtige Ansatz, um den Umweltschutzgedanken zu Hause zu leben. Allerdings gilt sowohl bei Verpackungen, als auch bei allen anderen Abfällen das Motto: „Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“.

Zusatztonnen bei Bedarf

Nach den Erfahrungen, die seit vielen Jahren bundesweit gemacht wurden, ist eine große Tonne bei vierwöchentlicher Leerung für „normale“ Haushalte ausreichend. Denn anders als bei der Verwendung von Säcken, kann der Inhalt von Tonnen durchaus ein wenig „gestopft“ werden (nur nicht so sehr, dass sich die Tonne nicht mehr leeren lässt, weil der Inhalt klemmt). Sollte sich nach einer Testphase dennoch im Einzelfall herausstellen, dass mit einer Tonne kein Auskommen ist, kann eine Zweite Tonne direkt beim zuständigen Abfuhrunternehmen angefordert werden:

PreZero Service Westfalen GmbH & Co. KG
E-Mail: Service.Nord@prezero.com
Kostenlose Hotline: 0800 886 66 66

Sonderleistungen auf Wunsch

Für die Gelbe Tonne kann, wie für die anderen Tonnen auch, ein Hol- und Bringdienst gebucht werden. Diese Leistung ist allerdings kostenpflichtig und muss direkt beim Abfuhrunternehmen PreZero unter service.nord@prezero.com bestellt werden.

Abfuhrtermine

Die Leerungstermine finden Sie auf Ihrem neuen Abfallkalender, auf der Homepage der AWR sowie in unserer AWR Abfall-App. Am Abfuhrtag muss die Tonne dann bis 7 Uhr am Straßenrand bereitstehen.

!Wichtiger Hinweis!

Wir als AWR können Ihnen rund um die Gelbe Tonne leider nur eingeschränkt weiterhelfen! 

Ihr Ansprechpartner

Mit allen Fragen und Wünschen rund um die Gelbe Tonne wenden Sie sich bitte direkt an das Abfuhrunternehmen:
PreZero Service Westfalen GmbH & Co. KG
E-Mail
Service.Nord@prezero.com
Kostenlose Hotline: 0800 886 66 66

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04331 - 345 123 oder E-Mail