Ehemalige Deponie Alt Duvenstedt

“Altlasten” ist ein Begriff der gerne verwendet wird, um aktuelle Mängel mit Fehlern der Vergangenheit zu erklären. Eine stillgelegte Großdeponie ist eine wirkliche Altlast. Und als solche eine Herausforderung. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst:

Gebändigte Vergangenheit

Aus heutiger Sicht ist es fast unvorstellbar: Zwischen 1983 und 2005 sind auf der Deponie Alt Duvenstedt stattliche 2,15 Millionen Tonnen meist unsortierter Abfälle aller Art aus Haushalten und Gewerbe abgelagert worden. Vom Küchenabfall bis zu manchen Materialien, die heute als Schadstoffe einer gesonderten Behandlung zugeführt werden, ist alles dabei. Die exakten Anteile der verschiedenen „Fraktionen“ kennt niemand, und niemand kann genau sagen, was sich im Innern der Deponie abspielt.

Die gute Nachricht

Wir haben es im Griff. Immerhin ist bei der Anlage der Deponie auf eine sichere Dichtung an der Basis geachtet worden. Und nach ihrer Schließung haben zwei der drei Bauabschnitte bereits eine ebenso sichere Oberflächenabdeckung bekommen. Trotzdem wird es wohl noch viele Jahre dauern, bis die Deponie aus der sogenannten Nachsorge entlassen werden kann. Bis dahin gilt es, Sickerwässer aufzufangen und zu klären und Deponiegas zu verwerten.

Verwertung von Deponiegas

Die organischen Abfallbestandteile sorgen für eine ständige Gasbildung im Deponiekörper. Dieses Gas wird abgesaugt und in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt. Anfallendes Sickerwasser wird aufgefangen und gereinigt.

Rekultivierung – ein neuer Naturraum entsteht

In der Zwischenzeit entsteht auf der gut zwei Meter dicken Abdeckungsschicht, die nach und nach aufgebracht wird, ein neuer Naturraum, der bald nicht mehr erahnen lassen wird, was sich darunter befindet.

Sie haben eine andere Frage?

04331 - 345 123 oder E-Mail