Wohin mit Restabfall?

Restabfälle gehören ausschließlich in die graue Restabfalltonne. Falls Sie gelegentlich mehr Müll haben als Ihre Tonne zulässt oder fasst, können Sie entweder eine Mehrmengenbanderole für die Tonne kaufen oder Sie nutzen die AWR-Restabfallsäcke. Auf den Recyclinghöfen werden Restabfälle nicht angenommen.

Die teuerste Fraktion

Es liegt auf der Hand, dass eine so aufwändige Behandlung nicht günstig zu bekommen ist. Das erklärt, warum die Restabfalltonne doppelt so teuer ist, wie dieselbe Menge Biogut. Deshalb lohnt es sich, schon im Haushalt konsequent zu trennen und nichts in die graue Tonne zu geben, für das es einen besseren Entsorgungsweg gibt:

  • Bioabfälle in die Biotonne,
  • Verpackungen aus Kunststoff, verklebten Materialien (Verbundstoffe) oder Metall in den Gelben Sack,
  • Zeitungen, Zeitschriften, Pappe, Knüllpapier (Briefumschläge etc.) und Verpackungen aus reinem Papier in die Papiertonne,
  • Wertstoffe aller Art, die nicht in Ihre Tonne passen, zum Recyclinghof.

Was wird aus den Restabfällen?

Dank moderner Technik haben heute selbst Restabfälle noch Wertstoffcharakter. Voraussetzung dafür, diesen nutzen zu können, ist ausgeklügelte Technik.

  • Was sich stofflich verwerten lässt, vor allem Metalle, wird aussortiert und auf die entsprechenden Recyclingwege gebracht.

  • Vieles findet sich im Restabfall, was sich zu Brennstoff verarbeiten lässt: Papier und Pappe, Holz, Textilien und Kunststoffe. Diese Materialien, in der richtigen Mischung und richtig aufbereitet, ergeben einen kraftwerkstauglichen Brennstoff.

  • Leider gibt es noch immer Leute, die organische Abfälle über die Restmülltonnen entsorgen, obwohl ja jeder mittlerweile eine Biotonne hat. So muss dann auch dieses organische Material aussortiert und gesondert behandelt (kompostiert) werden, denn auf eine Deponie darf es seit 2005 nicht mehr.

  • Nur was dann noch übrig ist, die mineralische Fraktion, bestehend aus Sand, Steinen, Kehricht und der Kompost aus dem Restmüll bedarf keiner weiteren Behandlung und kann deponiert werden.

Diese Behandlung der Restabfälle findet in der Mechanisch-Biologischen-Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Neumünster statt. Der erzeugte Brennstoff wird im nahegelegenen Kraftwerk Neumünster als Ersatz für Steinkohle eingesetzt.

Was bleibt dann noch für die graue Tonne?

Sehr wenig - es gibt aber auch noch wirklichen Müll: Kehricht, Glasbruch, Putzlappen, Windeln, gebrauchte Taschentücher, alte Zahnbürsten usw. - genau dafür brauchen wir die Restmülltonne. Vielleicht können Sie Ihr angemeldetes Volumen reduzieren und somit sparen. Bitte beachten Sie: Auf den Recyclinghöfen werden Restabfälle nicht angenommen.

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